Autor: Irmgard Upmann (Seite 1 von 2)

kfd Generalversammlung, 27. Januar 2026

Zu unserer Generalversammlung hatten wir Johanna Röh, 36 Jahre, Tischlermeisterin aus Alfhausen, zu Gast:

Vor über 80 kfd-Frauen hat Johanna Röh sehr persönliche Einblicke gegeben in ihr Leben vier Jahre auf der Walz: Eine spannende Zeitreise in Wort und Bild, die uns viele Fragen beantworten konnte. Bereits mit 16 Jahren ist Johanna Röh von dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern nach Kassel gezogen, um dort eine Tischlerausbildung zu machen – und nebenbei das Abitur. Direkt nach dem Abitur ging sie auf Wanderschaft.

Im deutschsprachigen Raum sind etwa 600 bis 800 Wandergesellen aller Gewerke auf der Walz unterwegs. Nur zehn Prozent davon sind weiblich. Johanna bekam ihre Handwerker-Kluft und ein Wanderbuch. Ihr Ansporn: Das Land kennenlernen, sich selbst kennenlernen und handwerklich dazulernen. Misstrauen in die Menschen, habe sie mit den Wanderjahren verloren. Ihre Reise begann in Deutschland, Europa, dann Kanada, Neuseeland und schließlich Japan – und immer ohne Handy, ohne feste Unterkunft oder finanzielle Sicherheit. Und nicht immer so idyllisch, wie man sich das Wandern vorstellt, sondern ganz real: Eine Schneeschuhwanderung in Kanadas Bergen bei Schneesturm, würde sie nicht noch einmal machen!

Uralte Traditionen und Bräuche tragen dazu bei, dass sich die Wandergesellen auf der Walz sittlich verhalten. Sie sollten kein „Schlitzohr sein“ oder „etwas auf dem Kerbholz haben“. Kerben für Verfehlungen muss man von alters her mit guten Taten wieder ausbügeln. Überhaupt darf nur auf Wanderschaft, wer zwischen 18 und 30 Jahre alt ist, keine Schulden hat, keine Kinder, unverheiratet und ungebunden ist.

Vorurteile gegen Frauen im Handwerk hat Johanna in den Ländern sehr unterschiedlich erlebt. Die legten sich meist, wenn die Fremden sahen, dass Johanna ihr Handwerk beherrscht. In Japan wurde sie Teil einer Gemeinschaft und hält weiter Kontakte nach Japan.

Heute betreibt Johanna Röh eine eigene Tischlerei auf dem Hof ihrer Eltern in Alfhausen und lebt dort heimatverbunden mit Mann und Kind. Zudem engagiert sie sich gegen soziale Ungleichbehandlungen: Seit ihrer eigenen Schwangerschaft vor 3 Jahren ist „Mutterschutz für Selbstständige“ ein großes Thema, das sie politisch bewegt.  Mittlerweile liest man nicht nur in der Zeitung von ihr, sondern Johanna Röh ist im Fernsehen vor der Tagesschau zu sehen mit einer innovativen Idee zur Buchführung im Handwerk. Johanna Röh hat uns mit ihrer Persönlichkeit und ihrem mutigen Lebensweg tief beeindruckt. Wir sind gespannt, was wir als nächstes von ihr hören und sehen.

Glandorfer Frauen-Karneval

Glandorfer Frauen-Karneval

Saal Herbermann – Münsterstraße 25

am Donnerstag, 12.02.2026 um 16.59 Uhr

Einlass ab 16.11 Uhr

mit eigenem Bühnenprogramm und DJ Soundvision

Eintritt: 25,- Euro inkl. Imbiss

Kartenvorverkauf

30.01.2026      15 – 17 Uhr

30.01.2026      15 – 17 Uhr

30.01.2026      15 – 17 Uhr

Der Verzehr selbst mitgebrachter Getränke ist im Saal nicht erlaubt.

Adventsfeier

Am 10.12.2025 fand unsere Adventsfeier mit Ehrung der Jubilarinnen statt. Im Saal Herbermann verbrachten wir einen schönen Nachmittag mit Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsliedern, begleitet vom Gitarrenkreis.

Auf dem Foto sind 28 der 51 Jubilarinnen 2025: Geehrt wurden die kfd-Frauen auf der Adventsfeier von 25 Jahren Mitgliedschaft bis zu über 70 Jahre Mitglied in unserer Frauengemeinschaft. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für eure Treue!!

Aktion “Mauern überwinden”

Unter diesem Motto machten sich am 13. September 25 Frauen aus Ostbevern und 12 Frauen aus Glandorf auf eine gemeinsame Pilgerwanderung. Sie trafen sich um 11:30 Uhr in der Schweger Kirche und feierten eine Abschlussandacht, die von der Gruppe „Saitenklänge“ musikalisch mitgestaltet wurde.

Anschließend gab es einen Mittagsimbiss im Schweger Pfarrheim.

Es gefiel allen so gut, dass die Ostbeveranerinnen prompt eine Gegeneinladung aussprachen.

Vielen Dank bei dem Vorbereitungsteam der kfd, der Gruppe Saitenklänge und dem ökumenischen Bibelwerk Ostbevern.

Auf bald!

Kfd Glandorf besucht Milchviehbetrieb mit Straußenfarm in Lienen 

Am 11.06.2025 unternahm die Kfd Glandorf mit 24 Teilnehmerinnen eine interessante Besichtigungstour zu einem besonderen landwirtschaftlichen Betrieb. 

Ziel war der Hof Kätker in Lienen, ein Milchviehbetrieb, der zugleich auch eine Straußenfarm betreibt – eine ungewöhnliche Kombination, die auf großes Interesse stieß.

Bei einer fachkundigen Führung erhielten wir umfassende Einblicke in die moderne Milchviehhaltung. Die Haltung und Fütterung der Tiere sowie die Abläufe im Melkprozess wurden anschaulich erläutert. Besonders beeindruckend war die Größe des Betriebs mit 130 Kühen.

Im Anschluss ging es weiter zur Straußenfarm auf dem gleichen Gelände. 

Die imposanten Tiere sorgten für Staunen und viele neugierige Fragen. 

Wir erfuhren viel über die Haltung der Strauße, ihre Herkunft, das Brutverhalten und die Nutzung der Tiere. Die Möglichkeit, diese großen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, war ein besonderes Highlight der Besichtigung.

Zum gemütlichen Abschluss wurde eine Käseverkostung angeboten, bei der verschiedene Käsesorten probiert werden konnten. 

Der Käse konnte im angrenzenden Hofladen direkt erworben werden – ein Angebot, das viele Teilnehmerinnen gerne nutzten.

Es war ein rundum gelungener Ausflug mit vielen neuen Eindrücken.

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